Surströmming - die Delikatesse aus Schweden

Heringe als Basis für Surströmming

Surströmming – Stinkefisch oder Delikatesse? Warum wächst die Neugier bei diesem Fisch? Was du wissen solltest und wo du ihn kaufen kannst. Erfahre hier mehr über diese traditionelle Delikatesse aus Schweden ✓

Was bedeutet Surströmming

Surströmming ist ein schwedisches Lebensmittel mit langer Tradition. Übersetzt heißt Surströmming  „Saurer Strömling“ bzw. „Saurer Hering“. Der laichreife Ostseehering ist eine nordschwedische Spezialität. Er wird im Frühjahr gefangen und in eine Salzlake gelegt. Ein Milchsäureenzym wird unter richtigen Bedingungen wirksam. Salz und Temperatur sind sehr wichtig und müssen günstig sein, denn so beginnt der Hering zu gären. Milchsäure und verschiedene Aminosäuren entstehen. Diese Säuren wirken antibiotisch. Sie sind die Aromen. Dieses Produkt wird dann schließlich als angesäuerter Hering oder saurer Hering bezeichnet. Später kommt der Fisch in Konservendosen, in denen er weiter vor sich hin gärt. Durch diese Gärung können sich Boden und Deckel der Dose wölben. Der fermentierte Surströmming bekommt einen starken fauligen Geruch, der unmittelbar beim Öffnen solch einer Fischdose zu riechen ist.

Seit wann gibt es den sauren Hering

Die Geschichte des Surströmming reicht wohl zurück bis in die Wikingerzeit. Die Wikinger benötigten für ihre langen Schiffsreisen Proviant, der sich über einige Monate hielt. Dazu zählte Surströmming, der saure Hering. Als traditionelles Lebensmittel der bäuerlichen Gesellschaft ist er seit dem 16. Jahrhundert bekannt. In dieser Zeit begann der Handel mit dieser Art Fisch. Im 19. Jahrhundert begann man auch in anderen sozialen Schichten Surströmming zu essen. Aus dem Armenessen wurde so ein Festessen.

Surströmming kaufen

Traditionell startete der Verkauf im August. Mittlerweile liegt das Interesse dieser Delikatesse längst nicht mehr allein bei den Schweden. Die Konservendosen sind ein fester Bestandteil im Einzelhandel Schwedens. 

Erfahrung

Auf unseren Busreisen durch Skandinavien gehört diese doch immer wieder wundersame Konservendose zum festen Bestandteil der Gäste. Die Neugierde ist zu groß bei vielen. Es geschah was passieren musste, das erste Dosenöffnen fand in einem geschlossenen Raum statt. Einfach so und mitten auf dem Tisch. Ungeduldig, wie so mancher ist, hieß es: „So schlimm wird es schon nicht sein.“ Es kam anders als vermutet, denn der faulige Geruch hing tagelang in den Sachen. Seitdem wird diese geheimnisvolle Konservendose nur noch im Freien geöffnet, was der Spannung und Neugier nicht schadet. Der übelriechende und penetrante Geruch ist selbst im Freien nicht zu verkennen.

Essen

Der Surströmming wird eigentlich unter Wasser geöffnet und gewaschen. So geht der faule Geruch verloren. Alternativ die Dose im Freien öffnen und erst einmal atmen lassen, so wie man Käse nicht unmittelbar aus dem Kühlschrank isst, sondern ihm auch ein paar Minuten Zeit gibt, ebenso wie dem Rotwein beim Dekantieren.  

Traditionell wird der Hering mit neuen Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und etwas Sauerrahm auf einem flachen Fladen bzw. dem schwedischen Tunnbröd ausgelegt und kann wie ein Wrap zusammengerollt werden.

Beim Probieren und Kosten des Fisches bitte nicht die ganze Dose auf einmal leeren, denn das könnte durchaus dann auch ein Grund für so manche anschließende Übelkeit sein.

Challenge

Und so entstand schließlich die inzwischen weitverbreitete Surströmming Challenge. Nach diesen Vorgaben wird die Dose nicht unter Wasser geöffnet, und es darf auch keine Nasenklammer genutzt werden! Ohne langes Zögern, einfach einen Bissen dieses Ostseeherings genießen.

Und, sind Sie neugierig auf eine Dose Surströmming geworden? Wir bringen Ihnen auf unseren Skandinavienreisen einen Teil schwedische Tradition nahe und wollen Ihre Neugierde stillen, Fotospass inklusive. P.S. Sie sollten Ihre Nasenklammer nicht vergessen!

Was wäre eine Skandinavienreise ohne Surströmming

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